Jugend forscht Projekt – „Kleine Gräte – großes Problem: Farbe bringt Licht ins Dunkel“

Im ostasiatischen Raum wird Gourmets ihre Liebe zum Fisch zum Verhängnis? Eine kleine, verschluckte Gräte bleibt in der Speiseröhre stecken, doch bei endoskopischen Untersuchungen ist sie schwer zu erkennen. Genau diesem Problem hat sich ein Team vom Jakob-Fugger-Gymnasium gewidmet.

Mithilfe eines Farbstoffes sollen die Fischgräten im Kontrast zur Speiseröhre sichtbar machen. Dazu wurden  verschiedene Farbstofflösungen getestet, unter anderem Curcumin, das aus Kurkuma gewonnen wurde,
Methylenblau und Rote Beete-Saft. Die Experimente zeigten, dass sich die Fischgräten tatsächlich färben lassen und somit deutlich sichtbar werden. Besonders spannend war es zu beobachten, wie sich die Farbe unter UVA-Licht verhält – ein Effekt, der in der medizinischen Diagnostik genutzt werden könnte.

Natürlich lief nicht immer alles nach Plan. Bei manchen Experimenten mussten Rückschläge hingenommen werden, da sich manche Farbstoffe nicht wie gewünscht verhielten. Doch mit kreativen Ideen, Geduld und Unterstützung aus der Fachschaft Chemie wurde ein Differentialfärbeverfahren entwickelt, mit dem die Fischgräte sich im Kontrast zur inneren Schleimhaut der Speiseröhre färben lässt.

Beim Jugend forscht Wettbewerb in Augsburg erzielte das Team den Regionalsieg und beim Landeswettbewerb Bayern wurde ein hervorragender 2. Platz erreicht, verbunden mit vielen Tipps der Jury, wie das Projekt noch weiter entwickelt werden kann.

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