Konzeption: Die Mini Mints entstanden ursprünglich als einfache Projektkonzeption und haben sich über mehrere Jahre zu einer festen Säule der MINT-Landschaft am Gymnasium Essen-Werden entwickelt. Die folgende Beschreibung umreißt das Projekt knapp. Die Mini Mints haben zwei Zielgruppen.
Zielgruppe 1: Zunächst sind die Mini Mints ein Experimentiermittag für Grundschülerinnen und -schüler. Das Projekt wiederholt sich auf jährlicher Basis und wird an mehreren Nachmittagen im Winter inhaltsgleich durchgeführt. Interessierte Grundschüler:innen melden sich ab Anfang/Mitte November nach dem Tag der offenen Tür der Schule per E-Mail für einen der Nachmittage an.
Umsetzung des Nachmittags: Im Rahmen der Mini Mints experimentieren 16 Grundschüler:innen pro Nachmittag in 2er-Gruppen zu einem gemeinsamen Thema in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik und Physik. In den letzten Jahren war dieses Thema “Farbe”. In der Biologie werden Versuche zur Farbverteilung durch Diffusion und Chromatographie von Blattgrün durchgeführt und in der Chemie werden Farben aus Textmarkern isoliert und in fluoreszierenden Kugeln fixiert. In der Informatik programmieren die Teilnehmer:innen einen Caliope-mini als Farbsensor, der als Spektrometer fungiert und in der Physik werden Versuche zur Farbmischung durchgeführt. Die Teilnehmer:innen arbeiten in 2er-Teams und rotieren nach jeweils 30 Minuten zum nächsten Fachbereich, so dass sich eine gesamte Experimentierzeit von ca. zwei Stunden ergibt. Die Beobachtungen und Ergebnisse erfassen die Schülerinnen und Schülern digital in vorbereiteten interaktiven Tabellen an Tablets. Während der Versuche werden die Grundschüler:innen von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums betreut.
Zielgruppe 2: In zweiter Linie sind die Mini Mints eine Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen des Gymnasiums, einen Rollenwechsel vorzunehmen und die Grundschüler:innen als Mentor:innen (hier “MINT-Scouts”) zu begleiten. Unterstützend stehen aus jedem Fachbereich jeweils eine Lehrkraft zur Verfügung, die den Nachmittag mit im Hintergrund begleitet. Die MINT-Scouts werden im Vorfeld geschult und haben auch die Gelegenheit, wenn sie sich früh genug dafür melden, die inhaltliche Ausrichtung des Experimentiernachmittags mit zu gestalten, neue Experimente vorzuschlagen und auszuprobieren. In der Biologie und Physik sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I als MINT-Scouts tätig, in der Informatik und Chemie sind es eher Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II (teilweise auch schon aus Jgst. 10).
Erfolgsmessung: Seit der ersten Pilotierung der Mini Mints im Schuljahr 2022/2023 haben sich die Mini Mints zu einer festen Größe unserer Schullandschaft entwickelt. Es melden sich durchschnittlich 50-60 Grundschüler:innen für die Experimentiernachmittage an und mittlerweile kommen Schüler:innen der Schule aktiv auf die Lehrkräfte zu und möchten MINT-Scouts werden.
Ressourcen: Die Projektumsetzung der Mini Mints benötigt vor allem personelle und zeitliche Ressourcen. Die Grobplanung für die Mini Mints beginnt für gewöhnlich nach den Sommerferien eines Jahres und wird nach den Herbstferien konkretisiert. Die Schulung der MINT-Scouts findet kurz vor den Mini Mints statt und erfordert meist 90 Minuten im frühen Nachmittagsbereich, für die die Schülerinnen und Schüler vom Unterricht ggf. freigestellt werden können.
Das Experimentiermaterial besteht aus vergleichsweise wenig, günstigem, Verbrauchsmaterial und einige Geräten, die eine anfängliche Anschaffung erfordern, dann aber viele Jahre lange verwendet werden können.
Für Rückfragen steht Holger Tröger (h.troeger@gymnasium-essen-werden.de) gerne zur Verfügung.




