Forschung zur Prädatorenbejagung führt ins Landesfinale Jugend forscht Hessen

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Tief im Wald fällt ein Schuss – Jagd auf ein Tier, dass in seinem Lebensraum keine natürlichen Feinde hat und dessen Population sich daher schnell ausbreiten könnte und so andere Wildtiere und ihre Lebensräume in Bedrängnis bringen könnte – Jagd auf einen Prädator.

In ihrer Forschungsarbeit analysierte Rosalie Ortloff aus der Klasse 13g der Gesamtschule Gießen-Ost repräsentative Erhebungen aus vier verschiedenen Jagdrevieren Mittelhessens, in denen Prädatoren regelmäßig bejagt und Zählungen der Beutetierarten Hase und Rebhuhn durchgeführt wurden.

Ziel war es, Zusammenhänge bzw. Trends zwischen Prädatorenbejagung, Niederwildentwicklung und Hegemaßnahmen herauszuarbeiten.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Prädatorenbejagung ein wirksamer Bestandteil der Niederwildhege sein kann, ihre Wirkung jedoch maßgeblich vom Gesamtkonzept des Reviers abhängt. Besonders stabile Bestände entstehen dort, wo Prädatorenbejagung in ein umfassendes Handlungskonzept eingebettet ist.

„Rosalies Arbeit war mit das Beste, was mir in der letzten Zeit als Forschungsdokumentation vorgelegt wurde“ so äußerte sich die JuFo-Betreuerin der Schule, Anne Bönisch, zur Arbeit der Jungforscherin.

Wir drücken die Daumen, dass diese hohe Qualität auch im Landesfinale Jugend forscht Hessen Anerkennung findet!

Andreas Gehring, Fachbereichsleiter MINT

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