Maximale Perspektive: Nachwuchsforschung des GymSL überzeugt in Dortmund

„Neugier ist der Anfang von allem.“ Mit diesem Zitat brachte es Heike Marzen, die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund, bei der Feierstunde auf den Punkt. Genau diese Neugier führte die Delegation des Gymnasiums der Stadt Lennestadt am vergangenen Freitag in die DASA nach Dortmund. Unter dem diesjährigen Motto „Maximale Perspektive“ präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht.

Die Kulisse war beeindruckend. Inmitten der Stahlhalle und Energiehalle der DASA Arbeitswelt Ausstellung fand der Wettbewerb bereits zum 20. Mal statt. Gregor Isenbort, der Leiter der DASA, hob in seiner Begrüßung die besondere Atmosphäre hervor. Insgesamt traten 91 Teilnehmende mit 47 Projekten in sieben verschiedenen Fachbereichen an.

Auch David Höltgen, Vorstand der Wilo Foundation, zeigte sich bei der Preisverleihung beeindruckt von der Leistung der Jugendlichen. Das Gymnasium der Stadt Lennestadt war mit drei starken Teams im Fachbereich Biologie vertreten. Unterstützt wurden sie dabei von den Projektbetreuern Dominik Corneli und Laura Schulte.

Mia Tönnesmann und Maria Ruhrmann widmeten sich einem Thema, das alle täglich betrifft, aber meist unsichtbar bleibt. Unter der Forschungsfrage „Welche Luftpartikel begegnen uns auf dem Schulweg, die wir nicht sehen?“ untersuchten sie die Luftqualität auf ihrem täglichen Weg zum Gymnasium. Mit selbstgebauten Vorrichtungen und mikroskopischen Analysen machten sie sichtbar, was Menschen sonst unbemerkt einatmen.

Shen Wafo tauchte tief in die Physiologie ein. In ihrem Projekt „Wie verändert sich der Herzschlag von Daphnien abhängig von der Koffein-Konzentration?“ untersuchte die Schülerin Wasserflöhe unter dem Mikroskop. Sie testete, wie die kleinen Krebstiere auf verschiedene Dosen des Stimulans reagieren. Ihre Arbeit erforderte höchste Präzision und Geduld bei der Datenerhebung am Mikroskop, um die Änderungen der Herzfrequenz exakt zu dokumentieren.

Paulina Pohl und Jolina Rinke beschäftigten sich mit mikrobiologischen Wechselwirkungen. Ihr Thema „Wie wirken Herbizide auf E.coli-Bakterien?“ untersuchte den Einfluss von Unkrautvernichtungsmitteln auf Bakterienkulturen. Durch die Analyse von Wachstumskurven mittels fotometrischer Messung konnten die beiden Forscherinnen aufzeigen, wie chemische Mittel in die Entwicklung von Mikroorganismen eingreifen.

Besonders groß war der Jubel bei der Siegerehrung. Mia Tönnesmann und Maria Ruhrmann wurden für ihre Untersuchung der Luftqualität mit dem prestigeträchtigen Sonderpreis Umwelttechnik in der Sparte Jugend forscht Junior ausgezeichnet, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt stiftete.

Einen weiteren herausragenden Erfolg sicherten sich Paulina Pohl und Jolina Rinke. In der Sparte Biologie erreichten sie den 2. Preis. Da Biologie das mit Abstand am stärksten besetzte Fachgebiet des gesamten Wettbewerbs war, wiegt diese Silberplatzierung besonders schwer.

Solche Erfolge sind ohne professionelle Rahmenbedingungen kaum möglich. Ein besonderer Dank gilt daher der Dieter Mennekes Umweltstiftung. Durch ihre Unterstützung bei der Ausstattung des Schülerlabors konnten die Experimente auf hohem Niveau durchgeführt werden.

Als Mitglied im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC ist uns das forschende Lernen besonders wichtig. Dank dieser Förderung können unsere Schülerinnen und Schüler komplexe Fragen eigenständig untersuchen und solche Erfolge feiern.

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